Milzkräuter (Chrysosplenium) Blüte, Blätter, Samen


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Gestern waren wir mal wieder hier im Wald spazieren. Gerne gehen wir dabei an einen Bach, wo die Hunde (und wir auch) gerne drin spielen. 😀

Anfang April habe ich an dieser Stelle das Wechselblättrige Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium) fotografiert, das da gerade in Blüte stand und viele kleine Insekten anlockte.

Es ist so ca. 10 bis 15 cm hoch und seine grün-gelben Blüten leuchten am feuchten Bachrand im alten braunen Laub vom Vorjahr.

Es sitzen wenige Blüten  in einem scheindoldigen Blütenstand mit gelb-hellgrünen Hochblättern.

Der Blütenstand von der Seite, der Stiel teilt sich und geht immer paarweise zu den Scheindolden, in denen dann die kleinen Blüten sitzen.

Die winzigen Blüten in einer Macro Aufnahme auf der man die Staubblätter erkennen kann. Es sind 4 Keclchblätter vorhanden, die Blüten besitzen keine Kronenblätter.

Nooch einmal eine Blüte, mit den Charakteristischen Einkerbungen des Blütenhüllblattkreises. Auch die Laubbläter, linke Bildseite haben die typischen tiefen Einkerbungen beim Wechselblättrigen Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)

Unten im Bild, die runderen Blätter sind vermutlich Laubblätter des Gegenblätterigen Milzkraut, das mir damals noch gar nicht auffiel.

Gestern machte ich dann Fotos von reifen aufgeplatzten Samenkapseln  des Wechselblättrigen Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)

Wie winzig kleine schwarz-braune Murmeln liegen die Samenkörner in den aufgeplatzten Samenkapseln und warten auf das nächtes Hochwasser. Die Samen werden über Wasser ausgebreitet, teilweise werden sie bei Berührung mit Wassertropfen leicht weggeschleudert. Über kriechende, nicht blühende Seitensprosse kann es sich vegetativ vermehren und bildet dichte Rasen.

Während des Fotografierens fiel mir dann auf, daß hier auch das Gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) wächst. Hier zunächst beide Arten im direkten Vergleich.

Links das Gegenblätterige Milzkraut. der Fruchtstand ist gerade am Reifen und rechts das Wechselständige Milzkraut mit voll ausgereiften Samen in der aufgeplatzen Samenkapsel.

Der Größenunterschied ist recht deutlich zu erkennen.

Das Gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) ist nur ca. 5 bis 15 cm hoch.

Leider ist es schon ausgeblüht und die Früchte gerade am reifen, die Blüte habe ich wohl verpaßt. Es scheint nach dem Wechselständigen Milzkraut geblüht zu haben, denn die Fruchtreife ist noch nicht so weit fort geschritten.

Auch bei dieser Art stehen Hochblätter, Kelchblätter, Staubblätter und Fruchtblätter mehr oder weniger alle auf einer Ebene.

Hier entwickelt sich gerade der Fruchtknoten , dies geschieht in der Regel immer nur aus zwei Fruchtblättern. Im Bild sieht man schön die 2 grünen „Knübbelchen“, die sich in jeder Blüte bilden

Hier sind schon auch schon 3 Samenkapseln des   Gegenblättrige Milzkraut ausgereift und gerade aufgeplatzt.

Im Gegensatz zum Wechselblättrigen Milzkraut besitzt das Gegenblättrige Milzkraut gegenständige, kaum gekerbte Laubblätter. (Hier am Stiel gut zu erkennen)

Hier noch einmal im direkten Vergleich eines von den wechselständig stehenden Laubblättern des  Wechselblättrigen Milzkraut.  Sie sehen ein wenig aus wie ein kleiner geöffneter Fächer.

In der Gattung der Milzkräuter (Chrysosplenium) gibt es etwa 60 Arten.  Die meisten Milzkraut-Arten findet man in Ostasien. Ein Teil der Arten, wie z. B. auch diese einzigen beiden vorgestellten mitteleuropäischen Arten, wächst an nassen Stellen neben Bächen. Ich habe sie auch schon in Bächen auf angeschwemmten Humus wachsen sehen. Der Boden ist dort immer feucht, sogar zeitweisige Überflutung wird ertragen.

Milzkräutern wurde früher wegen der milzähnlichen Form Heilwirkung zugesprochen, was sich jedoch durch neuere Untersuchungen nicht bestätigen ließ. Jedoch sind seine Blättchen im gemischten Wildkräutersalat durchaus verwendbar.

Liebe Grüße

jK


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