Enzian (Gentiana) für den Garten

13. Oktober 2009

Einen kleinen, blühenden, winterharten Enzian im Topf  bekam ich vor einigen Wochen geschenkt. Ich habe keine Ahnung um welche Art es sich dabei handelt. Im Netz habe ich einen sehr ähnlich aussehenden, als Enzian (Gentiana scabra) zum Verkauf angeboten gesehen. Das wäre dann der Japanische Herbstenzian (Gentiana scabra),doch irgendwie habe ich da so meine Zweifel dran, ob diese Art wirklich im Verkauf ist. Ich denke eher, daß es sich um eine gezüchtete Hybiden oder Sorte handelt.

Na ja, auf jeden Fall ist es eine sehr hübsche Pflanze mit auffälligen Knospen und Blüten

Ich habe die Enzianpflanze in meine große Schale gpflanzt und bin mal gespannt ob sie den Winter überlebt und nächstes Jahr wieder kommt.Ich denke als Zimmerpflanze ist dieser Enzian im Töpfchen eher ungeeignet.

Hier ein Blick in eine der hübschen blauen und interessant gezeichneten Blütenglocken.

Der blau blühende Enzian, in dieser Form ist wohl “die” Alpenpflanze schlechthin, es gibt jedoch rund 350 Arten Enziane (Gentiana). Der Enzian aus dem der bekannte Enzianschnaps gewonnen wird, blüht noch nicht einmal in blau, sondern gelb.

Alle Enzianarten stehen unter Naturschutz, dürfen also in keiner Form der Natur entnommen werden. Ein großer Teil der für Schnapsgewinnung und Arzneimittel benötigten Drogen wird als Spezialkultur auf Äckern angebaut und geerntet.

Verkaufsinformationen nach, benötigt der gezüchtete, winterharte Enzian für den Garten, ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen mit feuchter Gartenerde und einer jährlichen Düngung. Die Blüte soll bis in den November hinein blühen.

Mehr Infos habe ich leider bisher (noch) nicht gefunden. Hat jemand Erfahrung mit Enzian im Garten?

Liebe Grüße

jK

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Kälte- und frostempfindliche Pflanzen müssen in Sicherheit!

13. Oktober 2009

Die ersten Nachtfröste sind vielerorts angekündigt, sehr früh dieses Jahr, finde ich. Gebietsweise hat es auch schon erste Nachtfröste gegeben.

Frost- und käteempfindliche Pflanzen, die den Sommer über draußen verbracht haben, wie z.B. Ficus, Elefantenfuß, Dracaenen,viele Kakteen und Sukulenten, Grünlilie usw. müssen nun dringend rein oder zumindest frostsicher gestellt werden. Hingegen können z.B. Yucca und auch Avocado ruhig unbesorgt noch etwas draußen stehen bleiben. Ihnen schaden kurze Minusgrade nicht.

Auch Kübelpflanzen, wie die vielen Nachtschattengewächse (Solanum), Citruspflanzen, Aloen, Seidenakazien usw. brauchen nun Frostschutz oder müssen ins Winterquartier. Oleander dagegen kommt auch mit kurzen leichten Frösten noch klar.

Sommerblumen, wie Dahlien, Gladiolen, Ranunkel, Zigeunerblume usw., deren Knollen nicht frosthart sind, sollten auch jetzt so langsam ausgebuddelt und weg gepackt werden.

Hier in der Koblenzer Ecke, besonders hier bei unserer durch Häuser geschützten Wohnlage wird wohl noch kein Frost hin kommen und ich hoffe auch, daß es noch einmal etwas wärmer wird. Deshalb hole ich erst einmal nur die empfindlichen Zimmerpflanzen herein, bzw. stelle sie vorübergehend in den Vorraum.

Aber ich werde dieser Tage auch das Winterquartier für meine Kübelpflanzen fertig machen und so langsam alles einräumen.

Wenn die ersten Nachtfröste waren, fängt das große herbstliche Blätterfallen an. Noch sind die meisten Blätter hier an den Bäumen.

Liebe Grüße

jK

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)

11. Oktober 2009

Auf den noch ungepflügten, abgeernteten Äckern wächst der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum) in Massen. Es ist eine typische Ruderalpflanze und fast weltweit vererbreitet. Die Art Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum) ist eine Gattung der Pflanzenfamilie Nachtschatten (Solanum).

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum) ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 1m hoch werden kann, jedoch meist kleiner bleibt und oft mehr kriechend wächst.

Die dunkelgrünen, leicht filzigen Laubblätter vom Schwarzen Nachtschatten.

Die Blüten sind klein, weiß und nachtschattentypisch. Sie sehen Kartoffel- und Korallenstrauch-Blüten sehr ähnlich. Die Blütezeit vom Schwarzen Nachtschatten reicht vom Juni bis Oktober.

Wegen des hohen Gehalts an Alkaloiden, vor allem in den unreifen, noch grünen Beeren, wird Schwarzer Nachtschatten als Giftpflanze eingestuft.

In manchen Ländern jedoch werden reife Früchte und Blätter von Schwarzen Nachtschatten (Solanum nigrum) als Gemüse verspeist. Was ich mir durchaus vorstellen kann, denn wir essen ja auch die reifen Früchte von Tomaten, , Melonenbirne und die Wurzelknollen der Kartoffel.

Als Heilpflanze hat der Schwarze Nachtschatten einen altbekannten Ruf. Das während der Blütezeit gesammelte und getrocknete Laub vom Schwarzen Nachtschatten wird in der Heilkunde, als Tee zubereitet, gegen Magenkrämpfe, Blaseneerkrankungen und Keuchhusten eingesetzt. Eine äußerliche Anwendung findet die Pflanze bei Hautauschlägen und Reizungen mit Juckreiz, sowie bei Hämorrhoiden und äußerlichen Entzündungen. In der Homeopathie wird die gesammte frische Pflanze bei Nervenerkrankunge verwendet.

Liebe  Grüße

jK

Ein bisschen Herbst- und Halloween-Dekoration

11. Oktober 2009

Ich überlege schon die ganzen Tage, ob ich mir wieder einen Kürbis kaufe und daraus eine Halloween-Laterne schnitze,wie voriges Jahr.

Doch gestern bei Einkauf “stolperte” ich beim Aldi über solch nette herbstliche Keramikfiguren, daß ich mir spontan mehrere mit heim nahm. Vom Spaziergang habe ich mir dann noch einige reife Maiskolben, männliche abgeblühte Blütenstände vom Mais und Äpfel mit heim gebracht. Ich werde dieser Tage noch mehr Naturalien von meinen Spaziergängen mitbringen, woraus ich mir eine nette herbstliche Dekoration zusammenstellen werde :-)

Auf jeden Fall gibt es so halt dieses Jahr zu Halloween Kermik-Kürbis mit Keramik-Eichhörnchen und Keramik-Raben als nette jahreszeiliche Dekoration vor meiner Türe.

Mal sehen, je nachdem wie ansprechend das Endprodukt dann wird, werde ich es noch einmal hier im Blog zeigen :-)

Liebe Grüße

jK

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Herbstliche Impressionen

9. Oktober 2009

Kalt ist es geworden, doch einer kühlen und sternklaren Nacht folgte heute ein wundervoller Tag, den ich bei einem weiten Spaziergang so richtig genossen habe. Viele Eindrücke habe ich auf Fotos fest gehalten.

Ein paar davon, möchte ich Euch gerne hier nun zeigen :-)

Prachtvoll rot färbst sich der Wein am alten Haus…

…und am Maschendraht.

Herbstlaub vor blauem Himmel.

Exotisch wirkt das bunte Laub des Essigbaumes, mit den Shilouetten der vertrockneten Blütenstände.

Herbstlaub im Gegenlicht

Einen Moment lang habe ich überlegt, ob diese hochschwangere Kuh unterm Apfelbaum, wohl zu platzen droht …

Abgeblühte männliche Blütenstände vom Futter-Mais, der auf seine Ernte wartet.

Leuchtend rote Hagebutten der Hunds-Rose.

Buntes Laub der Forsythie

Meine Pflanzen habe ich noch alle draußen, doch wenn die Temperaturen so weiter sinken, werden nächste Woche die ersten Pflanzen in mein Vorhäuschen und ins Winterquartier wandern. Für die nächsten Tage ist wieder Regen und noch kein Frost angesagt.

Herbstliche Grüße

jK

Dracaena “Riki” kahl nach Lichtmangel, was tun?

9. Oktober 2009

Von Astrid erreichte mich eine E-Mail mit der Bitte um Hilfe für Ihre Dracaena “Riki”.

“Die Pflanze stand versehentlich einige kurze Zeit im Dunkeln. Daraufhin hat sie fast alle Blätter abgeworfen. Ein Stamm (von insg. zwei Stämmen) hat gar keine mehr und es sieht auch so aus, als ob mehr als die Hälfte des Stammes vertrocknet wäre. Ich kann auch keinen Kopfsteckling ziehen, weil ich dann meinen Drachenbaum vollends kahl scheren würde.
Wie kann ich ihn dazu bringen wieder auszutreiben? Muss ich dazu von dem kahlen Stamm alles abschneiden, was vertrocknet aussieht? Oder einfach warten? Gedüngt ist er schon… Oder sollte ich doch den Kopfsteckling “abschneiden und den Rest des Baumes aufgeben?”

Weiterhin schrieb mir Astrid auf Nachfrage noch:

“Meine Mutter hatte die Pflanze
mehrere Monate in Ihrer Obhut. Aus Versehen hängte sie ein Kleid vor die Pflanze, wodurch sie zu wenig Licht bekam. Ich weiß leider nicht genau, wie lange das war. Ich nehme an, ca. 2 Wochen. Ich habe ihn seit ca. 5 Jahren. Meine Mutter hat ihn daraufhin gedüngt und ins Helle, aber nicht direkt in die Sonne gestellt.”

*Puh* ziemlich traurig und nackt sieht Deine Dracaena “Rikie” jetzt ja aus :-(

Ich glaube nicht, daß dieses Schadbild alleine durch den Lichtmangel zustande kommt. Nach Ungeziefer hast Du ja sicherlich gründlich geschaut, das läßt sich so auf den Bildern natürlich nicht erkennen.

Was mir so direkt auffällt ist die verschimmelte Erde, die zwar so der Pflanze nicht direkt schadet, aber doch auf eine hohe Feuchtigkeit hinweist.

Ich vermute auch daher und auf  Grund des gesammten Schadbildes, natürlich unter Vorbehalt, daß Deine Dracaena zu naß stand und nun infolge dessen einen Wurzelschaden hat. Der kleine Stamm scheint fast verloren, doch der große Stamm sollte auf jeden Fall noch zu retten sein. Ich würde rasch austopfen und die Wurzeln überprüfen, alles Verfaulte und Matschige weg schneiden. Bei dem kleinen Stamm, wenn noch gute Wurzeln dran sind, auch den Stamm zurück schneiden, bis Du auf gesundes Gewebe triffst. Vielleicht schlägt er ja noch einmal wieder aus.

Bei dem großen Stamm kontrollieren ob der Stamm noch fest ist. Wenn er noch fest ist auch wieder alle kranken Wurzeln entfernen und dann in nur ganz leicht feuchtes, gut durchlässiges Substrat pflanzen. Erst einmal nicht gießen, solange bis die Pflanze wieder Leben zeigt und weiter wächst. Erst dann wieder vorsichtig wieder angießen.

Den Schopf würde ich jetzt nur dann abschneiden, wenn der große Stamm bereits weich ist. Ansonsten kannst Du damit bis zum Frühjahr warten, da bewurzeln Kopfstecklinge schneller und zuverlässiger.

Ich wünsche Dir und dem Drachie viel Glück und würde mich freuen, wenn Du weiter per Komentar hier berichten würdest :-)

Liebe Grüße

jK

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Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)

8. Oktober 2009

Die letzten Blüten, des hier an vielen Orten blühenden Echten Leinkraut (Linaria vulgaris) neigen sich langsam dem Ende zu für dieses Jahr. Als Kinder haben wir das Echte Leinkraut immer Wildes Löwenmäulchen genannt, unter dem Namen Kleines Löwenmaul, Gemeines Leinkraut und Gewöhnliches Leinkraut sind die hübsch blühenden Pflanzen auch bekannt.

Die Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand zusammen und sind gelb mit einer leuchtenden orange Färbung auf der Unterlippe.

Die Blätter sind klein, schmal und spitz zulaufend. Echtes Leinkraut (Linaria vulgarisbildet bis zu 1 m tiefe Wurzeln aus. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Mittlerweile gibt es Leinkraut in mehreren gezüchteten Farben für den Garten. Doch ich finde, auch die Wildformen haben ihren optischen Reitz:

Man findet das Echte Leinkraut oft auf sonnigen, kargen Hängen, steinigen Wegrändern, Bahndämmen und Schuttplätzen. Leinkraut ist in ganz Mitteleuropa heimisch, dabei jedoch auf die Störungen in der Natur durch den Menschen angewiesen.

Echte Leinkraut (Linaria vulgaris) ist durch seine Flavone eine wertvolle Heilpflanze. Verwendung findet in der Heilkunde vorwiegend das Kraut, das zur Blütezeit geerntet wird. Daraus zubereiteter Tee wirkt abführend und harntreibend.

Liebe Grüße

jK

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Jetzt ist der Samen vom Indischen Stechapfel reif

8. Oktober 2009

Als ich gestern an meinem Indischen Stechapfel (Datura metal) vorbei lief, fiel mir auf daß die Samenkapseln verfärbt und aufgeplatzt waren.

Die Samenkörner, die man nun erkennen kann sind braun und scheinen ausgereift zu sein.

Also habe ich die beiden aufgeplatzten Samenkapseln vorsichtig vom Strauch abgeschnitten und dann die Schale entfernt.

Ich hatte eigentlich gedacht, daß die Kapsel vertrocknet ist, wenn sie aufplatzt, doch der Inhalt ist sehr feucht, ähnlich dem von Walnüssen. Also habe ich die Samenkörner abgefriemelt und zum Trocknen auf Küchenpaier ausgelegt.

Ein bisschen enttäuscht bin ich über die Ausbeute, gerade mal gut 30 Samenkörner aus 2 Samenkapseln des Indischen Stechapfel. Ich denke, daß weitere Samenkapseln dieses Jahr nicht mehr an der Pflanze ausreifen werden. Ich werde nun die Samenkörner trocknen und dann weg packen bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr.

Liebe Grüße

jK

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Walnüsse sind reif

7. Oktober 2009

Auf meinem Hof stand ein riesiger Walnußbaum auf der Grenze und wir hatten jedes Jahr sehr viele Walnüsse, die wir aufgesammelt, getrocknet und verarbeitet oder direkt gegessen haben.

Hier bei uns stehen einige Walnußbäume auf Wiesen und am Waldrand. Auf einem unserer letzten Spaziergänge haben wir die reife  Nüsse, die auf dem Boden lagen aufgesammelt und mit heim genommen.

Nun habe ich sie zuerst einmal auf Zeitung ausgebreitet und lasse sie trocknen. Die aufgepflatzten grünen Schalen lassen sich leicht entfernen.

Walnüsse kann man direkt frisch verzehren, doch ist um die Nuß herum ein dünnes und bitters Häutchen. Dieses Häutchen zu entfernen ist eine echte Friemelsarbeit. Nach dem Trocknen schmeckt dieses Häutchen kaum noch bitter und kann mit verzehrt werden.

Zum Lagern muß man die Nüsse erst einmal rund 3 Wochen sehr luftig trocknen, am besten in Stiegen oder Ähnliches geschichtet. Nach dem Trocknen können sie in einem Sack aufgehängt werden und halten sich dann sehr lange. Durch den hohen Fettanteil werden sie jedoch irgendwann ranzig, doch bis dahin ist schon wieder die neue Ernte reif :-)

Sehr lecker sind eingelegte Walnüsse in Honig, wobei man einfach die Walnüsse (ohne Schale) in der gewünschten Größe in flüssigem Honig einlegt. Dem Honig kann man auch einen guten Schluck Rum beimischen, dazu sollte man den Honig am besten leicht erwärmen.

Verwerten lassen sich die so eingelegten Nüsse z.B. als Beilage zu Eis oder auch in Gebäck.

Ein anderes Rezept für Aufgesetzten aus noch unreifen Walnüssen, die man ungefähr im Juni vom Baum pflückt: Ungefähr 10 bis 15 unreife Walnüsse gut waschen, komplett klein schneiden(die Nußschalen sind noch weich bei so jungen Nüssen)  und in eine Flasche füllen. Dann je nach Belieben mit weißem oder braunem Kandiszucker auffüllen, eine halbe Vanilleschote dazu und schließlich Korn darüber. Dieses Gebräu stellt man nun eine Zeit lang ans Fenster und dreht die Flasche immer wieder, bis der Kandiszucker sich aufgelöst hat. In dieser Zeit nimmt der Aufgesetzte Farbe an, die er dann von grün nach braun verändert.

Wann man den Aufgesetzten probiert und für gut befindet ist dem Geschmack des Einzelnen überlassen. Ich fand das nie so besonders lecker, aber viele Besucher fanden diesen Walnußaufgesetzten sehr lecker :-)

Walnüsse lassen sich auch durch einfrieren haltbar machen, aber man sollte sie vorher knacken und in gebrauchsfertige Portionen verpacken.

Liebe Grüße

jK

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Igel gefunden, was tun?

7. Oktober 2009

In den letzten Wochen treffen wir bei unseren abendlichen Spaziergängen vermehrt auf Igel die unterwegs sind. Auch in unseren Mini-Garten und Hof kommen sie, obwohl hier tagsüber 3 Hunde herum laufen. Vorletzte Woche raubte ein erwachsener Igel unseren Schlaf, als er den gelben Sack untersuchte und dabei geräuschvoll raschelnd mit leeren Verpackungen durch den Hof schob.

Anscheinend boten die zahlreichen Schnecken weniger Anreiz, als die Reste in den Einweg Verpackungen. So stand ich nachts um 3 auf, räumte den gelben Sack wieder zusammen und schloß ihn sicher weg. Ersatzweise stellte ich dann ein Tellerchen mit ein wenig Hundefutter in die Hecke. Wenig später, als ich wieder im Bett lag, drangen laute Schmatzgeräusche an mein Ohr. :-)

Gestern abend trafen wir mal wieder einen kleinen Igel auf dem Heimweg von unserem Spaziergang. Er erschrak und rollte sich an denkbar ungünstiger Stelle am Straßenrand zusammen. Ich hob den kleinen Igel auf, schaute ihn mir genau an und brachte ihn einige Meter weiter in die Hecke eines großen Gartens. Der kleine Igel wog wohl erst so um die 200 Gramm, wirkte aber ansonsten kerngesund und munter.

Ich werde wohl nach Abspache mit den Grundstücksbesitzern in den nächsten Wochen an einigen Stellen ein wenig beifüttern, wenn sie es selber nicht machen. Die Zahl der sehr leichten jungen Igel, die ich in den letzten Tagen sah, ist doch noch erschreckend hoch.

Igel sind geschützte Tiere, man sollte und darf sie nur der Natur entnehmen, wenn sie verletzt, offensichtlich krank oder verwaiste Säuglinge sind. Doch dann setzt man sich am besten umgehend mit dem örtlichen Tierschutz oder Igelhilfe in Verbindung. Ein möglichst schneller Gang zum Tierarzt sollte sich von alleine verstehen.

Auf der Seite von Pro Igel findet Ihr alles Wichtige zum gefundenen Igel und Igel im eigenen Garten.

Da der Fundort “unseres” kleinen Igels direkt bei uns vor der Türe war, legten wir ein kurzes Fotoshooting mit Wiegen ein :-)


Der kleine Igel fühlte sich anscheinend recht wohl, denn er rollte sich schnell aus und saß dann ganz entspannt in meiner Hand, wobei er sich mit den Füßchen an meinen Fingern leicht fest hielt.

Neugierig blick der kleine hübsche Kerl er in die Kamera.

Noch ein letztes Portrait Foto, bevor es wieder zurück in den bekannten Garten in unmittelbarer Nähe des Fund-Ortes ging.

Heiner hat gestern auf seinem Blog wieder einmal einen sehr informativen und interessanten Artikel über Igel verfaßt, dort sind auch viele weiterführende Links zum Thema Igel zu finden.

Ich mag Igel sehr und habe vor einigen Jahren 3 verwaiste Igelbabys überwintert und im Frühjahr wieder ausgewildert. Die 3 Kleinen haben wir im Oktober an einer Straße gefunden, unweit Ihrer tot gefahrenen Mutter, sie wogen alle unter 100 Gramm.

Liebe Grüße

jK

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